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6:2! Überragend dieser SVA!
SVA - Viktoria Urberach 6:2 (2:1)
Das Endergebnis durchstrahlt die Sommernacht...
Das Endergebnis durchstrahlt die Sommernacht...
Trotz tropischer Temperaturen um die 30 Grad, fanden sich am frühen Dienstagabend rund 450 Zuschauer zum Hessenliga-Spiel zwischen Viktoria Aschaffenburg und Viktoria Urberach ein. Acht Tore, ein Elfmeter, ein Platzverweis, viele Emotionen und ein überragender SV Viktoria 01 waren der Lohn. Mit 6:2 schickte der SVA den Tabellenvierten nach Hause. Zweimal Fiordellisi, zweimal Horr und je einmal Bachmann und Schmidt sorgten für einen rundum gelungen Fußballabend am Schönbusch.

In Führung gingen jedoch erstmal die Gäste durch einen ehemaligen Viktorianer: Pavlovic traf in der 23. Minute zum 0:1. Nach Vorarbeit durch den starken Kapitän Markus Horr, gelang „Goalgetter“ Giulio Fiordellisi nur fünf Minuten später (27.) der 1:1-Ausgleich. Der Führungstreffer für den SVA ließ nicht lange auf sich warten: In der 31. Minute markierte Schmidt das 2:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die wohlverdiente Pause, in der sicherlich einige Liter Wasser dran glauben mussten.

Unverändert schickte SVA-Trainer Peter Lack seine Mannschaft in der zweiten Hälfte auf das Feld. Zurecht: Wenige Minuten nach Wiederanpfiff (51.) war es Bachmann der auf 3:1 erhöhte. In der 70. Minute kam Urberach durch Seo noch mal mit dem 3:2 heran - ein letztes Aufbäumen der Gäste. Nur drei Minuten später (73.) erzielte Fiordellisi mit einem wunderschönen Tor des 4:2. Dann die 75. Minute: Fiordellisi wird im Strafraum vom Gästkeeper von den Beinen geholt. Schiedsrichter und Linienrichter waren sich sofort einig und entschieden auf Strafstoss, den Kapitän Horr zum 5:2 verwandelte.

Fußball, Tore, Emotionen: SV Viktoria 01!
Fußball, Tore, Emotionen: SV Viktoria 01!
Eine unschöne Szene folgte in der 78. Minute: Seo streckte Bachmann nach einem Wortgefecht mit dem Kopf nieder – die Szene erinnerte stark an das WM-Finale 2006, als Zidane mit gleichen Mitteln Materazzi anging. Rot für Seo die Folge und dies mehr als verdient. Danach ergaben sich die Urberacher ihrem Schicksal und Horr traf in der 86. Minute zum 6:2-Endstand.

Fazit: So muss ein Fußballspiel sein. Tempo- und torreich und mit dem SVA als Sieger. „Das war ein peinlicher Auftritt meiner Mannschaft“, wird Urberach-Trainer in der Hanau Post zitiert. Dem ist nichts hinzufügen. Vor allem der Auftritt einiger Gäste neben dem Platz - mit Verbalattacken auf unterstem Niveau - ließen die Gemüter nach Abpfiff auf beiden Seiten noch mal hoch kochen.

Sei´s drum: Die Punkte bleiben in Aschaffenburg – und dies hochverdient. Einfach überragend diese SVA-Mannschaft an diesem heißen Dienstagabend.

Aschaffenburg: Döbert - Saufhaus, Wosiek, Jäger, Fries - Bienek, Horr, Bachmann, Fiordellisi - Schmidt, Russ (66. Koukalias).

Urberach: Kazarevic - Bertholdt (55. Dillmann), Wolf, Gross (25. Klooz), Rhein - Betz, di Rosa, Seo, Prasler (55. Beckmann) - Pavlovic, Barnes

Tore: 0:1 Pavlovic (23.), 1:1 Fiordellisi (27.), 2:1 Schmidt (31.) , 3:1 Bachmann (52.), 3:2 Seo (70.), 4:2 Fiordellisi (73.), 5:2 Horr (75./Foulelfmeter), 6:2 Horr (85.)

Schiedsrichter: Wahl (Schöffengrund); Zuschauer: 405; Rote Karte: Seo (78., Tätlichkeit); Gelbe Karten: Fiordellisi, Horr - Pavlovic, Barnes

(23.08.11, Text: Sven Wahl; Foto: Moritz Hahn)


 
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