 Sieg! - im Flutlichtspiel von Stadtallendorf |
Im Nachholspiel beim TSV Eintracht Stadtallendorf siegte der SV Viktoria mit 0:3 (0:1). Dabei waren die Blau-Weißen stets Herr der Lage: „Aschaffenburg war uns technisch und fußballerisch überlegen“, sagte Stadtallendorfs Trainer Stefan Hassler nach dem Spiel. Nach einem Monat in der Hessenliga grüßt die Viktoria nun von der Tabellenspitze. Mit drei Siegen in Folge, in denen die Mannen von Trainer Lack satte 14 Treffer erzielten, ist der SVA in Hessens höchster Liga angekommen.
Elfmeter für den SVA
In der 33. Minute ging die Viktoria durch Giulio Fiordellisi verdient in Führung - Fries startet auf der linken Seite durch und flankte mustergültig auf den Italiener. Nach Gelb-Rot musste in der 56. Minute der Stadtallendorfer Schramm vom Feld. Nach dem SVA-Keeper Ricardo Döbert mit einem weiten Abschlag Horst Russ in Szene setzte, wurde dieser von Schramm unsanft im Strafraum gefoult. Da Schramm schon in der ersten Hälfte eine gelbe Karte nach Foul an Fiordellisi bekam, musste er folgerichtig frühzeitig zum duschen. Kapitän Schmidt – Horr fiel wegen einer Zerrung aus – verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 2:0 für den SVA.
 Ein Gewinn für die Mannschaft und ein Traumtor für den Spitzenreiter: Daniel Cheron |
Den Schlusspunkt zum 3:0-Sieg setzte in der 75. Minute Daniel Cheron mit einem Traumtor aus 40 Metern: Ecke SVA, ein Stadtallendorfer klärt per Kopf in Richtung Mittelkreis, dort fasst sich Cheron ein Herz und drischt das runde Leder zwischen Freund und Feind hindurch in die Maschen der Eintracht – den Treffer feierte der Torschütze dann mit einem dreifachen „Klose-Salto“. Noch zu erwähnen ist Torwart Döbert, der mit einigen Glanzparaden die wenigen Großchancen der Stadtallendorfer vereitelte: „Klasse Torwart haben die“, wie einige Stadtallendorf-Fans anerkennend anmerkten.
Einnahmen werden gespendet
Am 9. August wurde die Partie vom Schiedsrichter zur Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Viktoria abgebrochen. Ein 81jähriger Marburger war auf der Tribüne zusammen gebrochen und nach über einstündigen Wiederbelebungsversuchen durch die Rettungskräfte verstorben. Die Einnahmen des Spiels wurde wie bei einem Pokalspiel geteilt - nach Abzüge der Schiedsrichterkosten und der Reisekosten des SVA, haben sich beide Vereine darauf geeinigt, den Hinterbliebenen eine Spende von 500,- Euro zukommen zu lassen. Auf der Internetseite des TSV Eintracht Stadtallendorf ist zu lesen: „Die Eintracht dankt Viktoria Aschaffenburg für ein völlig unkompliziertes Miteinander in der Planung und Organisation dieses Hessenligaspieles.“
Am Samstag, 03. September steht wieder ein Heimspiel an: Um 15 Uhr ist dann Rot-Weiss Darmstadt am Schönbusch zu Gast. 'RW' steht derzeit mit zehn Punkten auf dem achten Platz der Hessenliga.
Aufstellung: Döbert - Saufhaus, Wosiek, Jäger, Fries - Bachmann (79. Noe), Schmidt, Cheron (85. Trippel), Bienek, Fiordellisi (76. Koukalias) - Russ
Tore: 0:1 Fiordellisi (33.), 0:2 Schmidt (56.), 0:3 Cheron (75.)
Zuschauer: 300
Schiedsrichter:: Unholzer (Birkenau)
(01.09.11, Text: Sven Wahl; Fotos: Moritz Hahn, Sven Wahl)