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Stellungnahme der Viktoria zur Kritik des Arbeitskreises der Hessenliga
16.05.10 Der SV Viktoria 01 Aschaffenburg reagiert mit Unverständnis auf die Äußerungen des stellvertretenden Abteilungsleiters vom KSV Klein-Karben, Herrn Harald Wilke. Unmittelbar nach dem Hessenligaspiel gegen den OSC Vellmar äußerten die Verantwortlichen des Vereins ihren Unmut über die Art und Weise des Auftretens Wilkes, der auch zugleich Sprecher des Arbeitskreises Hessenliga ist.

Noch Anfang dieses Jahres wurde von Wilke im Rahmen einer Tagung in Grünberg von der Viktoria eine klare Zusage gefordert, dass die Viktoria bis zum letzten Spieltag der Hessenliga am Spielbetrieb teilnimmt, um es zu keiner Wettbewerbsverzerrung kommen zu lassen. Im Rahmen dieser Tagung wurde allen Hessenligateams seitens des Geschäftsführers von Viktoria Aschaffenburg Hermann Helfmann die klare Zusage gegeben, dass die Mannschaft von Viktoria Aschaffenburg in jedem Falle einen fairen sportlichen Wettbewerb bis Saisonende sicherstellt. Diese Zusage wurde bis zum heutigen Tag eingehalten und gilt auch für die restlichen Spiele bis zum Saisonende.

Wenn der Sprecher des Arbeitskreises jetzt keine Versuche auslässt, eine Entscheidung über den grünen Tisch zu erreichen, ist dies zwar nachvollziehbar, da sein Verein ja mitten im Abstiegskampf steckt, aber gegenüber den sportlich erreichten Erfolgen oder auch Misserfolgen aller anderen Hessenligisten unfair. Wilke äußert sogar im Rahmen einer Presseerklärung als Sprecher des Arbeitskreises Hessenliga, dass alle Hessenligisten und der gesamte Arbeitskreis der Meinung seien, dass die bisherige Nichteröffnung der Insolvenz eine Wettbewerbsverzerrung, seitens von Viktoria Aschaffenburg, darstellen würden. Diese Aussage wird als falsch zurückgewiesen und der Vereinsvertreter des KSV Klein-Karben musste auf Drängen von Viktoria-Geschäftsführer Helfmann ganz schnell zurückrudern, denn weder der Arbeitskreis Hessenliga noch die gesamten Hessenligisten hatten, wie in der Pressemeldung veröffentlicht, ein einstimmiges Votum gefasst. In einem Schreiben äußerte sich Wilke, dass er nur mit den Vertretern der Vereine OSC Vellmar, Germania Ober-Roden, 1. FC Schwalmstadt und KSV Klein-Karben gesprochen habe. Mit dieser Art und Weise sorgt Wilke in der Öffentlichkeit für eine Stimmungsmache gegenüber dem SV Viktoria Aschaffenburg, die dem Motto der Hessenliga „Fairer Sport mit Freunden“ nicht gerecht
wird, sondern lediglich eigene Vereinsinteressen in den Vordergrund stellt und dazu das Amt als Sprecher der Hessenliga missbraucht.

Die Vereinsverantwortlichen von Viktoria Aschaffenburg sind der Auffassung, dass für die Abstiegsfrage rein die sportliche Qualifizierung entscheidend sein soll und nicht das mögliche Sein oder Nichtsein eines anderen Vereines. In der Vergangenheit gab es immer wieder solche Fälle, ohne dass jedoch einzelne Vereinsvertreter im Vorfeld bereits versuchten, aus dem Schicksal eines Vereines ihre eigene Zukunft abhängig zu machen. Selbst die Spielordnungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und darauf basierend auch die des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) regeln Mechanismen im Falle einer Insolvenz eines Vereines. In der Hessenliga gab es unlängst schon einmal die Insolvenzeröffnung nach Ende des letzten Spieltages und vor dem Beginn des neuen Spieljahres, hier stieg dann aus der Relegation die zweitplazierte Mannschaft mit in die Hessenliga auf. Auch gibt es für die unteren Spielklassen entsprechende Mechanismen, damit im Ernstfall keine Mannschaft, welche die sportliche Spielklassenqualifikation erreicht hat, durch eine mögliche Insolvenz eines Vereines nach dem letzten Spieltag und vor Ende des Spieljahres benachteiligt wird.

Schade, dass einzelne Vereinsverantwortliche sich jetzt an eine mögliche Insolvenzeröffnung von Viktoria Aschaffenburg klammern, nur weil die sportlichen Leistungen während der gesamten Saison für einen Ligaverbleib nicht ausreichen und jetzt ein Klassenverbleib am grünen Tisch erreichen wollen, so Geschäftsführer Hermann Helfmann.

Angefügt ist eine Übersicht der aktuellen Tabelle und der Tabelle im Falle des eröffneten Insolvenzverfahrens zum Vergleich.


 
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